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Haus Vorderdorf Wäldlerstrasse 4 CH-9043 Trogen

Aktuell

Das Theater als Integrationsbühne

Kinder und betagte Menschen: Wie wunderbar das zusammenpasst, zeigt ein Projekt im haus vorderdorf in Trogen. Die Zutaten: Eine schlichte Theaterbühne, Kinder und betagte Menschen, die offen für Neues sind und begnadete Animatoren. Das Resultat: Eine grandiose Theateraufführung, die weit über das eigentliche Theaterspielen hinausgeht.

An mehreren Mittwochnachmittagen wurde vergangenen März im haus vorderdorf, Trogen mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren und den betagten Bewohnerinnen und Bewohnern ein Theater erprobt und einstudiert. Der Prozess der Rollenfindung, sowie das Knüpfen von Beziehungen von Jung und Alt wurde durch Melanie Krejci, Theaterpädagogin, Monika Deng, Leiterin Aktivierung und Chantal Wild, Lernende Aktivierung, begleitet und geführt.


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Höhepunkt: Das Theater
Ende März fand dann an einem Samstag der Höhepunkt statt: Die Theateraufführung bei vollem Haus. Das Theater stand unter dem Motto: Wer bin ich? Kinder und Bewohner haben paarweise – immer Alt und Jung zusammen - Berufe von früher und heute vorgestellt. Das Publikum wurde ins Theater miteinbezogen. Es konnte die Berufe erraten. Allein das Theater zeigte, wie die Beziehungen und das gegenseitige Verständnis zwischen den Akteuren spielte – und im Verlauf der Proben wohl auch gewachsen war.

Der Weg zählt
Was sich für die Besucher an diesem Abend vergnüglich auf der Bühne abspielte ist nur die eine Seite. Wichtig ist im ganzen Prozess nämlich nicht das Endprodukt – also die Theateraufführung – sondern der Prozess, der Weg dahin. Dies ist auch ganz im Sinne der Theaterpädagogin Melanie Krejci. Jung und Alt hätten voneinander gelernt, könnten jetzt besser Rücksicht nehmen. Die zappeligen Kinder seien plötzlich geduldig geworden – die älteren Leute hingegen hätten sich plötzlich an den ungeduldigen Kindern nicht mehr gestört. Dazu komme ganz grundsätzlich: Jung und Alt haben sich kennen gelernt.

Gegenseitige Wertschätzung
Durch diesen Prozess sind die Bewohnerinnen und Bewohner des haus vorderdorf offener geworden gegenüber der Aussenwelt. Andererseits sind für die Kinder diese älteren Menschen nicht mehr einfach nur „unbekannte Leute, die im Vorderdorf wohnen“. Die Verantwortlichen dieses Projektes sind überzeugt, dass diese neu gesponnen Beziehungen auch weit über den Theaterabend hinaus Bestand haben.

Erfolgreiches Projekt
Das Projekt hatte aber nicht nur Wirkung nach Innen, sondern offenbar auch nach Aussen: Der Theaterabend war äusserst gut besucht. Das Publikum war bunt gemischt: Säuglinge, Kinder, Grosseltern, Eltern, Bewohner, Angehörige von Bewohnern. Dies deutet die Heimleitung auch als grosse Wertschätzung gegenüber den Akteuren und den verantwortlichen Initianten.

Das Projekt wurde ank Unterstützung der Stiftung „teamco foundation Schweiz“ ermöglicht. Die Heimleitung bedankt sich bei allen Beteiligten und hofft, dass solche und ähnliche Projekte auch in anderen Heimen durchgeführt werden. Sie ist überzeugt, dass gerade die Leichtigkeit des Theaters - das Zusammenarbeiten von Alt und Jung auf spielerische Weise - viel zum gegenseitigen Verständnis beiträgt.


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